Als wir uns bei Benchmark entschlossen haben LEAN zu werden, wussten wir, dass es eine zusätzliche Herausforderung wird, da unser Team über die ganze Welt verteilt ist. Können wir unsere mehr als 140 Benchmarker, die neun Sprachen sprechen und in acht Zeitzonen verteilt sind, das Lean-Konzept realistisch lehren? Noch wichtiger, können wir eine LEAN-Kultur aufbauen, die in unsere Entscheidungsfindung und Alltagsarbeit einzieht? Diese wichtigen Fragen musste unser Führungsteam beantworten.

Unseren Lean Squad hatten wir bereits zusammengestellt und mussten nun festhalten, wie wir Lean zu einem Bestandteil unseres Alltags machen.

Wir mussten die Lean-Aussage der ständigen Verbesserung einarbeiten. Wir hatten bereits täglichen Austausch und wöchentliche Level 10 Meetings für unsere verschiedenen Teams. Jedoch hatten wir noch kein fixes Meeting, bei dem jeder in der Firma täglich teilnimmt. Wäre es tatsächlich möglich sich jeden Arbeitstag in allen unserer Büros auf der Welt zu treffen? Können wir uns den Zeitverlust leisten? Die Antwort war: Selbstverständlich! Tatsächlich konnten wir es uns nicht leisten, uns nicht zu treffen, gerade wenn wir eine richtige Lean-Verwandlung wollen. Wir sahen das als ein Investment in unser Team und hofften, dass sie es auch so sehen würden.

Besonders besorgt war ich wegen unserer Entwickler. Sie neigen dazu schlau, direkt, schwarz-weiß orientiert und nicht besonders gefühlsduselig zu sein. Ich konnte mir schon vorstellen, wie sie sagen “Warum zum Geier verschwenden wir hier Zeit? Ich muss programmieren!”

Wir entschieden, wir würden uns jeden Tag für 19 Minuten treffen, daher nannten wir die Meetings “Lean 19”. Jede der sechs anderen Regionen suchte sich eine Zeit aus, auf die sie sich täglich einigen konnten. In unserem Hauptsitz in Los Alamitos wählten wir 9:41. Es war ein ungewöhnlicher Zeitpunkt, damit sich die Leute daran erinnern. Wir haben eine automatische Erinnerung, die um 9:39 auf Slack erscheint, und dann “läuten wir die Glocke” um 9:40. Der Großteil des Teams ist bereits auf dem Weg zum Konferenzraum und ist um 9:41 bereit.

Our Lean 19 Bell

Unsere Lean 19 Glocke

Die ersten paar Monate bestanden unsere Meetings daraus, Lean Konzepte zu lernen, über unsere “2-Sekunden-Verbesserungen” zu sprechen und unsere Kernwerte zu analysieren, gefolgt von einem inspirierenden Ted Talk.

Zunächst war es etwas schwierig, alle zu überzeugen, und ich glaube, ein paar in unserem Team hielten uns für verrückt. Besonders besorgt war ich wegen unserer Entwickler. Sie neigen dazu schlau, direkt, schwarz-weiß orientiert und nicht besonders gefühlsduselig zu sein. Ich konnte mir schon vorstellen, wie sie sagen würden “Warum zum Geier verschwenden wir hier Zeit? Ich muss programmieren!” Ich lag falsch. Sie machten nicht nur mit, sie liebten es. Es schien sogar, dass sie Lean schneller aufnahmen als alle anderen.

Lean 19 Meeting

Unser erstes “Lean 19”-Meeting war am 18. Juli 2016. Seitdem hatten wir beinahe jeden Tag eines und sie werden immer besser.